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Nationales Jugendmeeting am 23.05.09 in Jena

Einen glänzenden Saisoneinstand mit Rang drei über 400-Meter Hürden, feierte Lisa Hofmann vom TSV Bad Kissingen beim Nationalen Leichtathletik-Jugendmeeting in Jena.
Die Deutsche B-Jugendmeisterin des letzten Jahres lief bei ihrem ersten Start in der Jugend A auf ihrer Spezialstrecke 60,91 Sekunden und blieb damit nur zwei Zehntel Sekunden über ihrem Hausrekord, den sie im letzten Jahr im Berliner Olympiastadion aufstellte. Damit unterbot sie zudem gleich im ersten Rennen die C-Kader-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und wird somit auch im kommenden Jahr dem Nationalteam angehören. Die 17-Jährige will aber in diesem Jahr noch schneller laufen. 59,75 Sekunden hat sie sich über 400-Meter-Hürden zum Ziel gesetzt. Dies wäre dann die Norm des DLV (Deutscher Leichtathletik-Verband) für die U-20 Europameisterschaften. Allerdings sind die 400-Meter Hürden der weiblichen Jugend A die Parade-Disziplin des DLV, so dass die TSVlerin, selbst bei einer knappen Normerfüllung, kaum eine Chance haben wird in diesem Jahr international aufzutreten. Unter den weltbesten 25 Hürdenläuferinnen der U20 waren im letzten Jahr nicht weniger als fünf Deutsche platziert. Schon in Jena unterboten  Laura Hansen (TSV Bayer Leverkusen) und Inga Maria Müller (LG Hannover) mit 58,64 und 58,65 Sekunden deutlich die EM-Norm. Aber auch diese Zeiten werden bei der Fülle an erstklassigen Hürdenläuferinnen wohl noch nicht reichen, um bei der EM auch sicher dabei zu sein. Fabienne Kohlmann von der LG Karlstadt, in diesem Jahr in die Juniorenklasse aufgerückt, hatte im letzten Jahr da auch schon ihre negativen Erfahrungen gemacht. Als amtierende Europameisterin der U20 konnte sie sich national nicht für die WM 2008 über 400-Meter-Hürden qualifizieren. In Jena gab sie nun gleich im ersten Rennen ein deutliches Zeichen und setzte sich in glänzenden 57,26 Sekunden gegen die gesamte Deutsche Frauenelite Isabell Hergenrötherdurch. Damit dürfte sie wohl so gut wie sicher für die U-23-EM qualifiziert sein.


Neben Lisa Hofmann war mit Fabienne Röschel eine weitere Bad Kissingerin über 400-Meter Hürden am Start. Röschel fand allerdings nie richtig ihren Rhythmus und verpasste in 68,22 Sekunden, die angestrebte Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften um rund zwei Sekunden.
Für Freude sorgte allerdings eine junge Nachwuchsläuferin des TSV über 800 Meter. Isabell Hergenröther war bei den A-Schülerinnen die Schnellste über die zwei Stadionrunden, auch wenn ihre Renngestaltung etwas kurios verlief. SieRuth Straub lief das Rennen viel zu langsam an, lag zeitweise auf dem letzten Rang  und hatte nach der ersten Runde schon gut 50 Meter Rückstand zur Führenden. Mit einer fulminanten Schlussrunde gelang es der 14-Jährigen Realschülerinnen aber dennoch das Rennen zu gewinnen. Die Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit auf 2:24,61 Minuten, sollte aber noch nicht ihr letztes Wort über 800 Meter sein.
Ruth Straub, die im letzten Jahr noch für den TSV Hausen/Rhön an den Start ging und seit August am Sportinternat in Erfurt zur Schule geht, lief ebenfalls Bestzeit über 800 Meter. Im Jugendrennen rannte sie in 2:23,38 Minuten auf Rang zwei. Damit verpasste sie zwar noch die angestrebte Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften, aber ein Aufwärtstrend nach einigen verletzungsbedingten Trainingsausfällen ist allemal sichtbar. Für Ruth Straub, die nun für den LAC Erfurt startet, verlief die Trainingsumstellung im letzten halben Jahr nicht immer reibungslos. An einer Steigerung der Trainingsintensität auf manchmal zwei Einheiten pro Tag musste sich ihr Körper erst gewöhnen. Aber momentan läuft bei ihr alles im Lot, so dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, wann sie erstmals unter 2:20 Minuten bleiben wird.